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PETROS  MÖNCH
AUF  DEM  HEILIGEN  BERG

(site:  http://iraklios.ath.cx  )

gregoriou.jpg (17753 bytes)STATT  EINES  VORWORTES

 Die Seele, die in Furcht und Angst um ihre Rettung bangt, ist in großer Sorge. Mit Tränen und Seufzern erkennt sie die von ihr begangenen Sünden und hofft darauf, dass sie beim Höchsten Gericht Gerechtigkeit erfährt. Indem sie aber auf die Erlösung durch den Herrn wartet, fleht sie Ihn voller Reue an, ihre Bitte zu erhören. Ihr Vertrauen auf die Güte und Barmherzigkeit Gottes ist unendlich groß, deshalb ist auch ihr Gebet ein fröhlicher Ausdruck der Dankbarkeit, dass ihr Flehen aufgrund ihrer inneren Stimme erhört wird.

Die Entfernung von der Verderbnis und der Vergänglichkeit der Welt zieht sie zum Himmel hinauf. Indem sie die unendliche Güte und Menschenliebe Gottes erfühlt, ist sie von großer Freude durchdrungen. Sie dankt dem Himmlischen Vater für die Geborgenheit und den Schutz durch Ihn mit Hymnen und Gebeten.

Sie empfindet tiefe Ehrfurcht vor Gott und bittet ihn, dass er sie im Glauben an den Ruhm seines Sohnes bestärkt, der ihr letztlich das Himmelreich geschenkt hat.

Durch die Enthaltsamkeit, das Zügeln der Begierde und die göttliche Gnade werden Geist und Herz miteinander vereint. So sucht die Seele, befreit von der Last ihrer Sünden, während des Läuterungsprozesses, voller Demut um die Fürsprache der Heiligen Mutter Gottes beim barmherzigen Vater nach.

Aufgrund der oben erläuterten Gedanken und Gefühle wurden die vorliegenden Gedichte zur Ehre Gottes und zum seelischen Gewinn der Leser verfasst.

 

Mönch  Petros

 

 

GEDANKEN

 

Weine meine Seele, beklage deiner Jugend Übermut,

Du hast die Taufe durch die vielen Sünden befleckt.

Wie ein Schmetterling, der fröhlich herumfliegt,

Um schnell lauter Torheiten zu begehen.

 

Gern hörtest du die Botschaften des Fleisches,

Und erfülltest rasch all seine Wünsche.

Du bist aufgewachsen und hast viele göttliche Lehren erfahren,

Und folgtest doch weiter den Verführungen der Schlange.

 

An die göttlichen Gesetze hast du keine Erinnerung,

Für die Gebote der Heiligen Schrift hast du keinen Sinn.

Siehe, das Ende kommt, die Versuchungen werden aufhören,

Das strenge Urteil wird kommen und die Vergeltung.

 

Dann wirst du umsonst deine Vergehen beklagen,

Du kannst sie nicht als ungeschehen betrachten.

Komm zu dir und erwache, bevor es zu Grabe geht,

Und sprich mit Tränen dein Gebet von ganzem Herzen.

 

Kehr also um von deinem falschen Weg

Und bitte Christus um Gnade und Vergebung.

Er hat für dich viele Schmerzen und Geißelungen erlitten,

Um dich zu erlösen wie den Räuber am Kreuz.

 

DAS  URTEIL

 

Meine Seele, zitterst du jetzt, wo du vor dem Richter stehst,

Und du wartest darauf, dass du ihm alle deine Sünden gestehst;

Du fürchtest das Urteil, weil dein Gewissen bekennt,

Deine Taten verurteilen dich.

 

Beeile dich und komm ihm zuvor und werde vernünftig,

Um den Richter zu versöhnen, damit er dir barmherzig sei,

Flehe Ihn an mit Reue und Seufzer.

Er verzeiht dem Reuigen, indem er seine Wunden heilt.

 

Wenn dir durch deine Reue seine Gnade zuteil wird,

Wirst du Ihn dein Leben lang im Sinn haben.

Du wirst dann fröhlich sein, große Freude empfinden,

Wirst hassen, was du im Unverstand tatest.

 

Dann wird das Urteil Christi dich freisprechen,

Du wirst die Stimme hören; tritt ein ins Paradies.

Dort, wo Paulus nicht mehr beschreiben kann,

Dort wartet der Barmherzige, um dich zu erretten.

 

REUE

 

Mein Leben lang habe ich in Sünde verbracht,

Und kann es auch jetzt noch nicht anders, ich lebe in Saus und Braus.

Mein Körper gewöhnte sich an die Wollust,

Und er bleibt mit Trotz und Wut dabei.

Das Leiden ist tief in meinem Herzen verwurzelt,

Ich kann mich davon nicht befreien, es ekelt mich.

 

Die Waffen, dagegen anzukämpfen, habe ich verloren,

Und um diese zu finden, habe ich zu Christus nicht gebeten.

Ich werde jedoch zu Ihm gehen, damit er mir verzeiht,

Wie der Vater dem verlorenen Sohn, der voll Reue vor ihm niederfiel.

Und ich werde den Feind besiegen, der mich beherrschte,

Nachdem ich die Gnade Christi erlangt habe.

 

Freude und Frieden werde ich empfinden, ich möchte danken,

Und den Namen des Herrn mit Inbrunst bekennen.

Mein früheres Leben  werde ich ablehnen, es verachten,

Zu göttlichen Werken werde ich von jetzt an schreiten.

Gottes Gebote werde ich Unseliger wirklich einhalten,

Versehen mit der Gnade Gottes werde ich Christus Hymnen singen.

 

LIEBE

 

Das Gebot des göttlichen Gesetzes ist zu lieben,

Und den Namen Gottes ewig zu preisen.

Er hat für uns menschliche Gestalt angenommen,

Kämpfte mit dem Feind und besiegte ihn.

 

Wegen seiner großen Liebe wurde er ans Kreuz genagelt,

Und um den Feind zu besiegen, wurde er sehr gedemütigt.

Durch seinen furchtbaren Tod wurde die Schlange vernichtet,

Der Mensch wurde aus den Fesseln der Hölle erlöst.

 

Er kam das Gesetz des Vaters der Welt zu lehren,

Den Menschen aus den Fesseln des Bösen zu reißen,

Ihn mit seiner großen Liebe zu verändern,

Und mit Gott, dem Vater, zu versöhnen.

 

Und mir dem Unseligen, dessen Herz sich verhärtete

Und sich von der Liebe Christi weit entfernte,

Möge er die Kraft geben, ihn zu lieben,

Mit meiner Seele und dem Verstand mich zu Ihm zu bekennen.

 

GEBET

 

Mache deinen Geist rein, so gut du kannst,

Um dein Gebet aus der Tiefe des Herzens zu sprechen.

Er liebt es und freut sich darüber,

Bei deinen Versuchungen ist er neben dir und hält dich bei der Hand.

 

Du musst kämpfen, um Gnade zu erlangen,

Damit Christus dich erlöst und deine Seele erfreut.

Ermüde nicht, wenn am Anfang die Freude nicht zu dir kommt,

Du wirst sonst bereuen, weil die Zeit vorüber ist.

 

Im steten Kampf wird dir das Geheimnis offenbar,

Du sollst Christus immerfort beim Namen rufen.

Die Liebe zu Christus wird entfacht, die Seele wird brennen,

Deine Augen werden vor Glückseligkeit Freudentränen weinen.

 

Sei bei der Fürbitte demütig im Herzen,

Und Gott wird dich in allen Bitten erhören.

Mit dem Herzen rufe Ihn an; Christus, prüfe mich,

Ängstlich rufe ich Sünder, Herr, erlöse mich.

 

RUHE

 

Wenn du mit dem Segen des Abtes ruhig lebst,

Hast du Gnade von Gott erhalten, großen Segen.

Wenn du einfach und demütig und unschuldig wie ein Kind lebst,

Dann wird die Seele in den Himmel aufsteigen wie eine Lerche.

Sie wird Christus begegnen und ihn anflehen,

Barmherzig zu ihr zu sein und ihr zu vergeben.

 

Sei immer enthaltsam, tue Buße,

Und sprich in der nächtlichen Messe das Jesusgebet.

Studiere immer die Heilige Schrift, die Bücher der Kirchenväter,

Um daraus die göttliche Größe zu erfahren.

Du wirst keinen Nutzen aus Gesprächen haben,

Bevor du die göttlichen Lehren Jesu erfahren hast.

 

Wenn du arbeitest, lass deine Gedanken nicht schweifen,

Sondern rufe Christus sehr demütig an,

Dass nicht der Feind komme und dich verführe,

Du dich vom Göttlichen dem Körperlichen zuwendest.

Vergiss keinen Tag deinen Rosenkranz zu beten,

Und Christus und Gottvater Hymnen zu singen.

UN

ANBETUNG

 

Ich möchte herrliche Hymnen zu Gott singen,

Um meine tiefe Herzensfreude zu bekunden.

Für seine große Güte, die ich unwürdig empfing,

Muss ich seinen göttlichen einzigartigen Namen preisen.

 

Du wolltest mich wieder aufnehmen, Christus,

Mich zu einem Bewohner des Paradieses machen.

Du wurdest Fleisch auf der Erde, kamst voller Demut,

Deshalb rufe ich Hosianna, ich, der ich erlöst wurde.

 

Freiwillig gingst du als Verfluchter zum Kreuz,

Ich aber, der Undankbare, dachte verächtlich deshalb.

Backenschläge und Verhöhnungen nahmst du ruhig entgegen,

Ich besinge, Allmächtiger Christus, deinen Langmut.

 

Du stiegst hinab zur Hölle, den Irrenden zu finden,

Damit ich mit dir, dem Auferstandenen, auferstehen kann,

Um die Glückseligkeit des Himmels wieder zu erlangen,

Damit ich deiner Herrschaft Lob singe.

 

FREUDE

 

Meine Seele, du läufst und läufst, aber wohin?

Hast du vor, Christus im Himmel zu suchen?

Er war Fleisch geworden, er kam, um auf der Erde zu wandeln,

Damit er dir offenbar wird und dir verzeiht,

Er dich das Gesetz des Vaters lehrt,

Damit du bereit bist, jeden Tag für Ihn zu leben und zu sterben.

 

Aber der Teufel näherte sich dir, um dich in Versuchung zu führen,

Und verführerisch lockte er dich, gegen das Gesetz Gottes zu verstoßen.

Damit verlorst du wissentlich die Herrlichkeit des Paradieses,

Als du die Stimme der Schlange vernahmst, die böswillig sprach.

Du wurdest aus dem Garten Eden gleich verstoßen,

Und dann gedachtest du der Gaben, die du verlorst.

 

Aber jetzt freust du dich sehr, meine Seele, an der Natur,

Befreit von den Fesseln preist du den Schöpfer.

Du freust dich und singst Loblieder auf den Lebensspender,

Nachdem du deine ursprüngliche Glückseligkeit wieder erlangt hast.

Er hat die Schlange durch seinen Tod vernichtet,

Und dich erlöst, damit du ewig lebst.

 

GLAUBE

 

Freude und Licht und das Leben bist du, mein Christus,

Dem Irrenden und Toten gabst du Leben, mein Herr,

Mit nie endender Hoffnung hast du uns wieder zum Leben erweckt,

Indem du durch dein großes Erbarmen den Tod erlitten hast.

 

An dem Kreuz nahmst du alle Sünden auf dich,

Die von Adam als furchtbare Erbsünde auf uns kam.

Deinen Körper überliessest du so vielen Leiden,

Um den Selbstverdammten Rettung zu bringen.

 

Du erlöstest uns, Christus, mit deinem eigenen Blut,

Von den Fesseln des Teufels, des Irrtums und der Lüge.

Lass uns deshalb unsere Sünden aufgeben,

Um besonnen, freudig und aufrichtig weiterzuleben.

 

Wir hoffen, Christus, dass du zu deinem Geschöpf barmherzig bist,

Da du seinetwegen hinunterstiegest, um das Martyrium zu erleiden.

Damit er erretlet wurde, um im Himmel zu leben,

In deinem ewigen Schoß, um dort zu wohnen.

 

ENTHALTSAMKEIT

 

Sei enthaltsam und gib deinem Körper nicht so viel Nahrung,

Nach den Worten der Schrift sollst du ihn eher hassen.

Iss regelmäßig und einfach, um ihn zu bewahren,

Nicht viel und nicht fett, um ihn schwach zu halten.

 

Achte auf deine Blicke und schaue nicht herum,

Doch schaue immer  hinauf zum Himmel und zu Gott.

Beachte sein Gesetz, weil es denjenigen mit Leben erfüllt,

Der auf seine Seele achtet und sich um sie sorgt.

 

Beherrsche deine Zunge und sprich nicht zu viel,

Nur am Gebet zu Christus sollst du dich erfreuen,

Die Heilige Schrift studieren und darin Trost finden,

Den Herrn preisen, zu seinem Wohlgefallen.

 

Deinen reinen Sinn richte gen Himmel,

Um das Materielle sorge dich nicht, strebe nach dem Göttlichen.

Wenn der Segen Christi in dein Herz einzieht,

Erfährt es die Geheimnisse, wie man zu Gott gelangt.

 

DER  MUTTER  GOTTES

 

Heilige Jungfrau, auf dich stütze ich meine Hoffnung,

Im Himmel zu wohnen, der ewigen Heimat.

Allein vermag ich nicht hinauf zu gelangen, die Last lässt mich nicht los,

Wegen der vielen Sünden rufe ich dich voller Schmerzen an.

 

Deinen Namen schmähte ich mit Worten jeden Tag,

Und dein Herz betrübte ich, meine heilige Mutter.

Zeige meiner armen Seele dein Erbarmen,

Erfülle mein Leben  mit göttlicher Liebe und Zärtlichkeit.

 

Ich komme mit Reue zu dir, bitte um deine Fürsprache,

Dass mich Christus erlöse, weil ich in Saus und Braus lebe.

Wende mir zärtlich deinen Blick zu, lass mich nicht allein,

Sie erhörte sein Flehen, milderte seinen Schmerz.

 

Christus wand sich von mir ab, er beachtet mich nicht mehr,

Deshalb komme ich zu dir, die du voller Güte bist.

Flehe Ihn an, du Reine, Erbarmen gegen mich walten zu lassen,

Meine Sünden mir zu vergeben und mir zu verzeihen.

 

DIE  GEBURT

 

Der Himmel jauchzt, die ganze Schöpfung freut sich,

Der König steigt herab, erlöst seinen Diener.

Der Unsterbliche und Unsichtbare wird in einem Stall geboren,

Ein Symbol der Demütigung, der Fleischgewordene wird gepriesen.

 

Mit Armut offenbarte sich die göttliche Allmacht,

Dem armseligen Adam erweist er Güte.

Der Ewige nimmt jetzt erst seinen Anfang, er sucht den Irrenden,

Die ersten Reichtümer gab er ihm, die er durch eigene Schuld verlor.

 

Der Schöpfer kam zur Erde und heilt,

Dass sein verwundetes Geschöpf zum Himmel aufsteigt.

Er ruft den Schuldigen zu sich, befreit ihn von den Dämonen,

Er befreit ihn aus den Fesseln, gibt ihm ewiges Leben.

 

Heute ist der ganze Himmel mit der Erde vereint,

Der Unsichtbare und Unbegreifliche wird Fleisch.

Durch das Licht des Ewigen kommt die Erleuchtung,

Meine Seele jubelt, Christus ist geboren.

 

DIE  TAUFE

 

Deine Anwesenheit fuhle ichm doch sehe ich nicht deune Gestalt,

Die Gebote des Vaters etonen machtvoll.

Mit Bangen unt Jubel hore ich die Stimme,

Unt es erhebt sich mit Jesus die weisse Taube.

 

In das Wasser schreitet der Erretter, um zu reinigen

Sein sundiges Geschopf von den Sunden

Sundenlos und rein empfamgt es der Vater,

Unt gipt ihm als Geschenk das ewige Leben.

 

Der Konig steigt Himmel  herab,

Ohne Sunden, um von Johannes getauft zu werden,

Dem wartenden, Volk Gott offenbaren,

Und das Licht des Heilw an den Ufern dew Jordan zu geben.

 

Den menschlichen Augen zeit sich der Unsichtbare,

Versammelt seine reunigen Diener um sich.

Sein Gesetz zu lieben, wie die Ehre erfordert,

Fuhrt er Erleuchtete und  Demutide zum Himmel empor.

 

JENEM

 

Den göttlichen Ruhm verbarg er im menschlichen Fleisch,

Mit seinem Kreuz linderte er das Leid der Hölle.

All unsere Sünden lud er auf seine Schultern,

Um den Sterblichen ewiges Leben zu geben, hat er den Tod erlitten

Der König und Herr.

 

Sein Zauber, seine Schönheit schwanden aus seinem Antlitz,

Er nahm die Geißelungen, die Striemen, die Leiden auf sich,

Die seinen Körper verunstalteten.

Damit er uns die Seele mit göttlicher Schönheit erleuchtet

Der König und Herr.

 

Mit einem Kuss wurde er verraten, ans Kreuz genagelt,

Den Teufel bezwang er, der Mensch wurde gerettet.

Bittere Galle und Essig schmeckte er auf den Lippen,

Unseren geprüften Herzen den Schmerz zu versüßen

Der König und Herr.

 

Er nahm den Kreuztod auf sich, um die Hölle zu räumen,

Den seit Äonen gefesselten Adam zu erlösen.

Öffnete wieder die Pforten Edens, um einzutreten,

Sich des ewigen Ruhmes zu erfreuen und für immer dort zu bleiben

Der König und Herr.

 

AUFERSTEHUNG

 

Ein freudiger Tag heute, der Herr ist auferstanden,

Für unsere Rettung hat er den Tod erlitten.

Durch seine große Liebe wurde er ans Kreuz genagelt,

Er gab ewiges Leben, der Mensch wurde gerettet.

 

Er stieg zur Hölle hinab, um Sündige zu retten,

Bereuende aufzunehmen und Vergebung zu gewähren.

Er durchbrach eiserne Tore, Luzifer leistete keinen Widerstand,

Jenen hinderte Gottes Gebot, der Tod hatte nun keine Gewalt mehr.

 

Als Sieger stieg er zum Himmel hinauf,

Er rief Adam zu sich, der das Gesetz brach.

Er entriss ihm das Verdammnisurteil als Herrscher und Allmächtiger,

Aus der Hölle erlöste er ihn, in der jener gefesselt war.

 

Der Mensch wurde heute zum Ebenbilde Gottes,

Mit Gott, dem Vater, wieder ausgesöhnt.

Im Himmel zu wohnen, wohnhaft wurde er dort,

Miterbe Christi, weil Christus auferstand.

 

DEM  PROPHETEN  ELIAS

 

Elias, du Leuchtender und Größter der Propheten,

Eiferer des Glaubens, feuriger Verkünder.

Dein Geist kniet nieder vor dem Lichte Gottes,

Und mit feurigem Wagen wurdest du in den Himmel entführt.

 

Als Wissender um die Gnade Gottes suchtest du die Einheit,

Dir offenbarte sich die heilige Dreieinigkeit.

Die Kraft des Gebets hast du deutlich aufgezeigt,

Als du das Feuer des Glaubens herabsandtest.

 

Du sprangst über den Fluss, stiegst in die Tiefe

Und wurdest Beherrscher der Leiden deines Fleisches.

Den verstorbenen Sohn der Witwe erwecktest du wieder zum Leben,

Ihre Gaben an Öl und Mehl hörten dafür nicht auf.

 

Durch deine Fürbitte verzogen sich die regenschweren Wolken,

Und aus den reißenden Bächen nährt dich der Rabe.

Die gesetzesbrecherischen Könige hast du unerschrocken angeprangert,

Zerstört hast du die Götzenbilder und ihre Altäre.

 

Zweifach wurde dem Jünger Thesbitis die Gnade zuteil,

Als dir, Prophet, der Himmel den Schafspelz sandte.

Bei der Himmelfahrt Christi in Thabor warst du dabei,

Selbst Zeuge Seiner Göttlichkeit bist du geworden.

 

DEM  HEILIGEN  NIKOLAUS

 

 

Durch Enthaltsamkeit tötetest du deine Glieder, du Gottverkünder,

Im Gebet verbrachtest du dein heiliges Leben.

Und Leuchte der Frömmigkeit schienest du Anbetender,

Erfüllung der Gerechtigkeit zeigte dein Werk,

Heiliger Nikolaus.

 

Flamme der Gnade ist dein leuchtender Geist,

Rein bewahrtest du des Glaubens Quellen.

Lichtkraft deiner auserwählten Herde,

Gnade fandest du, die Wunder zu vollbringen,

Heiliger Nikolaus.

 

Nach göttlicher Lehre handeltest du und liebtest die Armut,

Jünger des Herrn und Nacheiferer seiner Demut.

Bereichertest die Welt insgesamt mit Weisheit,

Und zu Recht genießt du die ewige Seligkeit,

Heiliger Nikolaus.

 

Mit reiner Seele und frommer Bescheidenheit,

Stehst zu jetzt bei den Engeln des Herrn.

Entsende deinen Dienern von oben den Segen,

Und von unbewussten Sünden löse unsere Seelen,

Heiliger Nikolaus.

 

HEILIGE  AUF  DEM  BERG  ATHOS

 

Die Heiligen auf dem Berg Athos vernahmen den göttlichen Ruf,

Wurden Soldaten des Königs des Himmels.

Sie verließen Eltern und Geschwister mit unerschütterlichem Sinn

Und nahmen das Kreuz Jesu auf ihre Schultern.

 

Sie erlebten das Gebet und auch Schlaflosigkeit,

Ihr Fleisch welkte durch strenges Fasten.

Sie flohen aus der Welt, liebten die Einsamkeit,

Und pflegten die Gastfreundschaft mit großer Liebe.

 

Ihre Leiden überwanden sie mit Kasteiung und Kraft,

Durch die Gnade von oben erlangten sie große Furchtlosigkeit.

Im Namen Jesu kämpften sie unsichtbar,

Sie überwanden die Dämonen, die das Gute hassen.

 

Fremdes Unglück machten sie zu ihrem eigenen,

Mit Tränen und Seufzen rufen sie zur Mutter Gottes,

Dass sie Christus anflehe, ihnen Trost zu geben,

Sie, die im Himmel an zweiter Stelle steht.

 

DIE  SEELE

 

Frei und sorglos geht sie in die Kirche,

Betet kniend und erwartet Christus.

Reinheit und Schönheit, Frieden wird sie suchen,

Und der barmherzige Herr wird ihr all das schenken.

 

Der Dämon beneidete sie um ihre göttliche Schönheit,

Und durch ihn ergriff sie Verwirrung und Unruhe.

Sie vernachlässigte das Gebet, ihre Hingale ließ nach,

In Ruhm, Reichtum und Genuss schwelgte sie ohne Ende.

 

Sie verlor bald Leuchtkraft und Reinheit,

Wurde ohne Konturen, düster, voller Sorgen und Ängste.

Als sie rasch im Dunkel der Hölle versank,

Suchte sie ihre frühere Strahlkraft vergebens.

 

Doch bald erschien ihr der Schöpfer aller Güter,

Und beschenkte sie als Allmächtiger mit Tugend.

Das Antlitz voll vom Glanz der Gnade und der Ehre,

Bleibt sie unberührt von den Giftzähnen des Drachen.

 

Mit Bußübungen reinigt sie sich, erstrahlt sie und hebt sich empor,

Empfüngt Licht durch das Leuchten Gottes und wird göttlich.

Sie bittet, dass ihr diese mit Mühen errungene Gabe,

Nie mehr von bösartigen Menschen geraubt werden möge.

 

DEN  MÄRTYRERN

 

Durch unerschütterlichen Glauben vereinigte sich ihr Geist mit dem Himmel,

Dem Schöpfer zuliebe verzichteten sie auf den Ruhm der Welt.

Das Irdische und Materielle war für sie Spreu,

Zukunft und Ewigkeit wurde den Glaubenseiferern zuteil.

 

Fest in Gottes Liebe starben sie für Christus,

Verkündigten die Dreieinigkeit, solange sie noch auf Erden lebten.

Auf dem geistigen Kampfplatz traten sie mutig an

Und gingen voll der Gnade Gottes als Sieger hervor.

 

In ihren Qualen wurde ihnen göttlicher Trost gewährt,

Und sie festigten ihren Glauben mit Blut und Tapferkeit.

Die Befehle der Ungläubigen wollten sie nicht anerkennen,

Durch ihre Gebete gelang es ihnen, falsche Götter zu stürzen.

 

Erfüllt von der Liebe Christi bieten sie sich als Opfer an,

Erhalten göttliche Gnade durch die Annahme ihres Opfers von Gott.

Im Himmelreich beten sie mit Inbrunst,

Sie bitten um die Erlösung des Menschengeschlechtes.

 

DAS  VERLORENE  SCHAF

 

Herrscher und Krone der Schöpfung wurde der Mensch,

Als er mitten im Garten Eden gepflanzt wurde.

Er erfreute sich göttlicher Liebe und Gnade,

Folgte sogleich genau Gottes Geboten.

 

Er verlor durch weibliche Verführung göttliche Unschuld,

Durch die Bosheit des Teufels kostet er die Bitterkeit des Todes.

Der Ruhmreiche wird gedemütigt, verzweifelt klagt er,

Denn er hörte den Ruf des Engels: "Gehe in die Verbannung".

 

Das verlorene Paradies, hört man ihn sagen,

"Wie wurde ich seiner so beraubt?" und er begann zu weinen.

Draußen vor dem Garten Eden sitzt er, um schweigend nachzudenken,

Und irrt umher, wie ein verlorenes Schaf.

 

Als der Schöpfer sein Geschöpf so verloren sah, erbarmte er sich,

Er steigt herab vom Himmel und erscheint auf der Erde,

Die süße Frucht der Frau nimmt den Schrecken des Todes

Und führt den seit altersher aus Ungehorsam Gefallenen in den Himmel.

 

DIE  NACHT

 

Das Mondlicht versüßt die Nacht

Und viele Sterne verschönern sie.

Sie lösst nichts aus auf ihrem Weg,

Und gibt der Schönheit der Welt Nahrung.

 

Die Nachtvögel fliegen und schreien,

Mit Freude sieht sie das Siebengestirn.

Das Reh weidet Blätter und Gras,

Auf alles achtet sie, das Herz erzittert bis ins Innerste.